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Zukunft gestalten: Der ÖHGB Steiermark setzt klare Akzente

Es ist ein stiller Machtfaktor am Immobilienmarkt, doch bei der Jahreshauptversammlung 2025 trat der Hausbesitzerbund Steiermark (ÖHGB) mit ungewöhnlich klarer Stimme auf: Präsident Rechtsanwalt Dr. Alexander Klein und Kassier Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Stefan Drawetz zogen nicht nur eine bemerkenswert positive Bilanz, sondern kündigten zugleich ambitionierte Ausbauziele an. Ihre Kernbotschaft: Eigentum braucht starke Institutionen – und die Steiermark verfügt über eine.

Während politische Diskussionen nahezu reflexartig auf Mieterinteressen fokussieren, leben laut aktuellen Erhebungen rund 60 Prozent der Österreicher im Eigentum. Ein Umstand, der im öffentlichen Diskurs überraschend wenig Niederschlag findet. Nun aber rückt ins Zentrum, was lange übersehen wurde: die Absicherung privater Eigentümer, die Durchsetzung von Rechten und die Vermittlung rechtlicher Orientierung in einem zunehmend komplexen Miet- und Wohnrecht. Genau an dieser Schnittstelle positioniert sich der ÖHGB Steiermark – und wächst.

Mitgliederzuwachs, Digitalisierung, neue Beratungsmodelle

Der Verband verzeichnet steigende Mitgliederzahlen, baut sein Beratungsangebot aus und digitalisiert seine Serviceprozesse. Für einen Monatsbeitrag von 9,00 Euro bietet der Hausbesitzerbund mittlerweile jenes Leistungsprofil, das in Branchenkreisen als Benchmark gilt: eine 20-stündige telefonische Beratung pro Woche, persönliche Beratungstermine in der Grazer Servicestelle von Montag bis Freitag sowie flexible juristische Online-Beratung per E-Mail. Ergänzt wird diese Struktur durch einen umfassenden digitalen Mitgliederbereich mit Mustermietverträgen, Formularkatalogen, Infounterlagen, Verbandszeitschrift und wirtschaftsrelevanten Datenbankdiensten – von KSV- über Grundbuch- bis zu Firmenbuchabfragen. Ziel sei die Herstellung von Rechtsklarheit für Eigentümer, die sich zunehmend mit regulatorischen Eingriffen und komplexen ökonomischen Rahmenbedingungen konfrontiert sehen, so das Präsidium.

Ein Verband mit Geschichte – und neuen Ambitionen

Der ÖHGB Steiermark tritt verstärkt öffentlich in Erscheinung. Der 1909 gegründete Verband der privaten Haus-, Grund- und Wohnungseigentümer versteht sich zunehmend als Stimme der privaten Wohnwirtschaft. Mit dem Beitritt zum Steirischen Presseclub 2025 und dem Aufbau eines eigenen Presse- und Informationsdienstes schärft er sein Profil zusätzlich und etabliert sich als Wissensinstanz im Miet- und Wohnrecht.

Vizepräsident Ing. Peter Hötzer betont den Anspruch, auch auf Wahrnehmungsebene zu wirken: „Als Stimme der privaten Eigentümer ist es uns wichtig, Qualitätsmaßstäbe in der Branche insgesamt anzuheben.“ Die laufenden juristischen Fachbeiträge von Dr. Klein, Dr. Drawetz und Mag. Kothbauer in Print- und Onlinemedien sowie über soziale Plattformen dienen nicht allein der Information – sie sollen ein Problembewusstsein schaffen und ein Gegengewicht zur oft einseitigen Darstellung bilden.

Strategische Neuausrichtung im Zeichen der Vermögensbildung

Inhaltlich verfolgt der Verband eine klare Linie: Eigentum soll stärker als sinnvolle private Vermögensbildung und Zukunftssicherung anerkannt werden. Gerade in einer Zeit steigender Risiken und wachsender Regulierungsdichte setzt der ÖHGB Steiermark auf Rechtskompetenz, Sachlichkeit und direkte Kommunikation. Drei Faktoren, die für zahlreiche Eigentümer in den kommenden Jahren zum entscheidenden Differenzmerkmal werden könnten.